Weihrauch
Der Weihrauch, d.h. der Rauch der entsteht, wenn man das Harz des Weihrauchbaumes verbrennt, hat eine lange Tradition in der Geschichte der Menschheit. Das getrocknete Harz des Weihrauchbaums entwickelt beim Verglühen einen duftenden Rauch. Es wird von altersher als desinfizierendes und entzündungshemmendes Räuchermittel in der Medizin genutzt. Er wurde verwendet um Luft zu aromatisieren oder zu desinfizieren, Dämonen zu vertreiben, eine Verbindung mit den Göttern herzustellen. Er wurde und wird in vielen Religionen zu kultischen Handlungen verwendet. Neben seiner Verwendung in Kirchen und Tempeln verschiedener Religionen un Kulte diente er z.B. bei den Römern der Ehrung hochgesteller Pesönlichkeiten, wie dem Kaiser oder seinen Statthaltern
In der katholischen Liturgie wird Weihrauch vor allem in der Messe und im Stundengebet, namentlich in den Laudes und der Vesper, daneben aber auch zur Verehrung des eucharistischen Brotes außerhalb der Messe verwendet. Der Altar und die eucharistischen Gaben, das Evangelienbuch (Evangeliar), der Priester und alle Gläubigen, sowie auch das Kreuz, die Osterkerze und die Weihnachtskrippe werden „inzensiert“ (beweihräuchert). Beim Begräbnis kann der Sarg auch inzensiert werden mit den Worten “Dein Leib war Gottes Tempel. Der Herr schenke Dir ewige Freude.” Symbolisch steht der Weihrauch zunächst für Reinigung, Verehrung und Gebet. Nach Psalm 141 (und weiteren Bibeltexten, etwa Offb 8,3) bezeichnet er die zu Gott aufsteigenden Gebete der Gläubigen.
Quelle : Wikipedia
Der Weihrauch kam einst über die Weihrauchstraße von Südarabien zum Mittelmeer und wurde von dort in aller Herren Länder verschifft. Die Weihrauchstrasse ist eine der ältesten Handelsrouten der Welt.
Über sie wurde der Weihrauch aus seinem Ursprungsland Dhofar im heutigen Oman über den Jemen, Asir und den Hedschas zum Mittelmeerhafen von Gaza und nach Damaskus transportiert
